Rede der GAL zur Bürgerstiftung
wir vollenden heute etwas, dass bereits 2007 auf den Weg gebracht wurde und fügen einer sehr lebendigen Stiftungslandschaft in unserer Stadt eine Bürgerstiftung hinzu.
Die Änderungen an der durch die Verwaltung vorgelegten Satzung im Verwaltungs- und Finanzausschuss am 10.3.2009 sind unseres Erachtens lediglich redaktioneller Art.
Wichtig und richtig erscheint uns das Festhalten am gestaffelten Einsatz von städtischen Mitteln beim Gründungskapital. Damit schaffen wir einen gewissen Anreiz für potentielle Zustifter.
Natürlich lassen die Erträge aus insgesamt € 100.000 der Stadt zunächst keine großen Sprünge zu. Dies wird sich über die Jahre und Jahrzehnte ändern.
Zudem haben wir die angenehme Situation mit der Bürgerstiftung in Bietigheim-Bissingen keine Vorreiterrolle zu haben, sondern auf eine Vielzahl von Stiftungen, zuletzt zwei große private blicken zu können.
Leider hat das heutige Thema aber auch eine unangenehme Seite. So bedauern wir die Vorgänge der letzten Wochen sehr.
Wie seitens der CDU in Wahlkampfzeiten versucht wurde die ursprünglich von OB Kessing eingebrachte Idee einer Bürgerstiftung, die man 2007 noch in Bausch und Bogen abgelehnt hatte, nun als eigene, neue Idee zu verkaufen – wie versucht wurde die Unterstützung der Bürgerschaft durch Leserbriefe der eigenen Gemeinderatsliste darzustellen, ist dieser guten Sache unwürdig.
Ein fader Nachgeschmack wird bleiben!
Die diskutierte Konkurrenzsituation unserer Stiftungen macht uns keine Bauchschmerzen. Die jeweiligen Stifter und Zustifter werden hier die richtigen Entscheidungen treffen.
Die GAL stimmt der Vorlage zu.
Attila Tür
