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Boris Palmer macht blau


Kleidung ist Programm - im auffallend stahlblauen Anzug kam deswegen der Tübinger Oberbürgermeister Boris Palmer zur Präsentation seines neuen Buchs “Eine Stadt macht blau”…

…Blau, so Palmer, werde mit Klimaschutz verbunden – der blaue Engel, bluetec, bluemotion, alles Begriffe, die Sauberkeit und (Luft-)Reinheit symbolisierten. Palmer las am 25. Mai auf Einladung der Grün-Alternativen Liste (GAL) Bietigheim-Bissingen in die Buchhandlung Leseratte.

Der Tübinger OB, seit knapp 2½ Jahren im Amt hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2010 den CO2-Ausstoß seiner Stadt um 10% zu verringern. Wie, das erläutert der redegewandte und junge OB durch Auszüge aus seinem neuen Buch.

Eine wichtige Rolle spiele dabei Ökostrom, so Palmer. In jeder seiner vielen Ansprachen werbe er deswegen für den Strom aus regenerativen Quellen mit dem Ergebnis, dass in Tübingen innerhalb von 2 Jahren die Zahl der Ökostromkunden von 500 auf 3500 gestiegen sei.

CO2 und Geld sparen lassen sich durch den Ersatz privater ungeregelter Heizungspumpen, die mit viel zu viel Leistung teilweise im Dauerbetrieb laufen, durch Hocheffizienzpumpen. Die Stadtwerke Tübingen finanzieren diese Modernisierung vor, der Kunde zahle dafür vier Jahresraten in HÖhe des eingesparten Stroms.

Ein weiterer Schritt sei die Investition der Stadtwerke Tübingen in ein drittes Wasserkraftwerk. Die Stadtwerke verzichten dabei auf ihre Rendite, die Nutzer verpflichten sich 10% mehr zu bezahlen. Ein Gewinn für die Umwelt, so Palmer, sei die CO2-freie Stromproduktion auf jeden Fall.

Anschließend gab es in der gut besuchten Buchhandlung bei Bietigheimer Apfel-Cidre und -Schorle eine lebhafte Diskussion über Dienstwagen, Wärmedämmung und Kohlekraftwerke, bevor Boris Palmer von GAL-Kandidat Albrecht Kurz CO2-neutral wieder zum Bahnhof chauffiert wurde.