
Bürgerentscheid zur GR-Vorlage71/2010
Für uns ist der Bau einer Eishalle eines der, man kann schon sagen, wenigen großen Projekte der letzten Jahre und die Bevölkerung nimmt sehr regen und intensiven Anteil an allen Entscheidungen und Diskussionen, die damit zusammen hängen.
Das Thema treibt die Menschen hier um.
Menschen unterschiedlicher Bevölkerungsgruppen und aller Alterstufen sprechen uns bei vielen Gelegenheiten darauf an. Sie sind sowohl am Sport orientiert als auch am Sport desinteressiert. Oftmals treiben die Bürger und Bürgerinnen auch ganz andere als sportliche Argumente um. Beispielsweise
• wie wirkt sich eine Übertragung auf die zukünftige Preisgestaltung der Stadtwerke aus,
• oder können die Stadtwerke dieses Projekt überhaupt selber schultern, ohne in die Knie zu gehen.
Alle diese Menschen sind wahlberechtigt, finanzieren eine mögliche Halle mit und machen sich zu diesem Thema zu Recht Gedanken und Sorgen. Wir repräsentieren die Bürger unserer Stadt in diesem Gremium, aber wir, die GAL-Fraktion, ist der Meinung, dass wir die Wähler bei dieser, unserer Meinung nach wichtigen, auf lange Jahre hinaus wichtigen Entscheidung, wenn wir die Folgekosten einer Eishalle berücksichtigen, beteiligen müssen. Dazu brauchen die Bürger zusätzliche Hilfestellung in Form von Information, viel mehr Information, denn die ist bislang eindeutig zu kurz gekommen. Ich meine direkte und relevante Information.
Wie wichtig Aufklärung und Kommunikation ist, sehen wir derzeit an anderen Projekten in der Region. Wir fordern Stadtverwaltung und Stadtwerke auf, verstärkt die Bürger aufzuklären und mit ihnen ins Gespräch zu kommen. Wir erwarten, dass Meinungsunterschiede kritisch aber konstruktiv ausgetragen werden.
Wir sehen aber auch keinen Grund für die Eile mit der ein Beschluss forciert wird, denn wir denken, dass der Zeitpunkt für eine Entscheidung noch gar nicht reif ist.
Die GAL-Fraktion stimmt gegen die Beschlussvorlage.