
Übertragung Bäder und Bau der Eishalle
Der Übertragung der Bäder auf die Stadtwerke war für uns nie mit einem Fragezeichen oder einem Vorbehalt versehen. Diese Vorgehensweise ist sinnvoll und richtig.
Anders sah dies schon bei der Eishalle aus. Hinter die Notwendigkeit einer neuen Eishalle haben wir schon ein großes Fragezeichen gesetzt.
Sicherlich gab es von Anfang an wichtige Gründe für den Neubau einer Halle,
die hauptsächlich offensiv und teilweise auch massiv vom Verein vertreten wurden, genannt sind
• die gute Jugendarbeit der Steelers,
• die Bereicherung der Vereinslandschaft in Bietigheim-Bissingen durch einen Eishockeyverein, der seit rund 30 Jahren hier verankert ist
• die marode Energiebilanz der derzeitigen Halle, oder
• die bevorstehende Endzeit der derzeitigen Halle aus bautechnischen Gründen.
Unsere hauptsächlichen Entscheidungskriterien waren
die Frage der Finanzierbarkeit einer neuen Halle, was nicht über den städtischen Haushalt zu leisten ist, und
die Frage der Verkehrslenkung im Wohngebiet Kreuzäcker, damit die Anwohner möglichst wenig vom Verkehrs- und Fanlärm tangiert werden.
Ein lange Informationsphase, die viel Raum und Zeit bot, um alle aufgeworfenen Fragen zu erörtern, Hintergründe zu erfragen, Erläuterungen und Erklärungen zu bekommen, gute und tragbare Konzepte zu suchen, hat sicherlich dazu beigetragen, dass heute ein Votum von uns abgeben werden kann.
Die von uns mit angeregte Bürgerinformation mit einer umfangreichen Broschüre und einer öffentlichen Veranstaltung hat gründlich aufgeklärt und sicherlich auch dazu beigetragen, dass Vorbehalte in der Bevölkerung beseitigt werden konnten und Klarheit über das Vorhaben geschaffen wurde.
Die Voraussetzungen für den steuerlichen Querverbund, über den die Finanzierung der Eishalle durch die Stadtwerke erfolgen soll, sind erfüllt. Der Weg ist geebnet.
Es ist ein legitimes, gesetzlich vorgesehenes und von den Finanzbehörden abgesegnetes Finanzierungsmodell. Ein weiteres Entscheidungskriterium für uns, neben den bereits genannten, waren die Auswirkungen solch eines steuerlichen Querverbunds auf die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung der Stadtwerke. Die GAL-Fraktion forderte frühzeitig und als erste Fraktion eine Vergleichsrechnung mit und ohne Bau einer Eishalle. Diese Vergleichsrechnung wurde daraufhin von Seiten der Verwaltung nachvollziehbar dargestellt.
Die steuerrechtliche Bedingung der Nutzungsvorgabe bei einer neuen Eishalle, dass 2/3 einer öffentlichen Nutzung zugeführt werden müssen und 1/3 dem Profisport vorbehalten bleiben, lässt breiten Raum für die Jugendarbeit der Steelers, bietet die Möglichkeit den über Jahre hinweg zu kurz gekommenen Publikumslauf zu intensivieren. Es bietet auch dem Ellental-Gymnasium die Chance im Rahmen der zukünftig angebotenen Ganztagesbetreuung für eine Eishockeymannschaft Trainingszeiten zu bekommen.
Dass im Zusammenhang mit dem Bau einer neuen Eishalle auch ein überzeugendes Energiekonzept möglich wird und umgesetzt werden kann, ist ein zusätzlicher Gewinn.
Abschließend stellt sich für uns die Frage, welche Verantwortung übernimmt der Verein in Zukunft, dass sich diese Investition auch rechnet. Darüber haben wir von Seiten des Vereins bislang recht wenig gehört.