Was passiert im Gemeinderat?
Die GAL macht sich stark für viele Themen. Innenstadtbelebung, Kinderbetreuung, Buslinienverkehr, Umwelt, Lärmverminderung, Radwegenetz rund um Bietigheim-Bissingen, Spielplätze, Landschaftspflege...
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Unendliche Flächenwünsche!?

Unendliche Flaechenwuensche

Die Nachfrage nach neuen Wohn- und Gewerbeflächen in und um Bietigheim-Bissingen ist groß. Sind für Wohnbebauung noch gewisse Reserven auf der Markung vorhanden – Valeo-Areal und der letzte Bauabschnitt der Kreuzäcker – so haben wir für Gewerbebetriebe nur noch wenige Flächen zur Verfügung.


Was tun? Klar, so die Antwort der Stadtverwaltung und der Mehrheit der Fraktionen im Gemeinderat: Wir weisen einfach neue Flächen aus. Das hat natürlich auch den Vorteil, dass sich mit neuen Gewerbebetrieben auch die Einnahmen durch die Gewerbesteuer erhöhen.

Um welche Flächen handelt es sich, die für neue Gewerbeansiedlungen vorgesehen sind:

  • Das noch nicht er-, aber (leider) schon beschlossene Gewerbegebiet Hopfengärten in Bissingen im Anschluss an die Firma Geiger Richtung Tamm.
  • Das neue gemeinsame Gewerbegebiet mit Ingersheim zwischen Ingersheim und Bietigheim mit ca. 17 ha.
  • Die Süderweiterung des gemeinsamen Gewerbegebiets Sachenheim-Eichwald über die Umgehungsstraße hinweg.
  • Bei der Suche der Region nach neuen Gewerbestandorten ist Bietigheim-Bissingen unter den 5 Standorten der engeren Wahl mit dabei. 25 Hektar sollen am südöstlichen Ortsrand von Bissingen zwischen den Gärtnereien im Erlengrund und Tamm angeboten werden.

Die Ausweisung diese Flächen als Gewerbegebiete bedeutet massive Eingriffe in die Natur, gute Böden werden geopfert, wertvolle Flächen versiegelt und unser typisches Landschaftsbild verändert sich.

Beginnend in Ingersheim im Osten gibt es dann einen zusammenhängenden Gewerbegebietsgürtel, nicht nur entlang der B27, sondern auch von Ost nach West.

Nicht zu vergessen sind die Folgeerscheinungen: mehr Gewerbefläche braucht wieder mehr Wohnbaufläche. Woher nehmen wir die dann? Und mehr Gewerbefläche erzeugt mehr Verkehr. Wir stoßen jetzt schon an unsere Grenzen.

Und eine Lebensqualität in unserer Stadt ist, dass neben Wohnen und Arbeiten, Kultur und Sport, auch die Wege in die Natur nicht weit sind.

Eine zubetonierte Gewerbegebietswüste um uns herum, das ist mit uns nicht machbar. Immer mehr Gewerbeflächen sind für uns nicht die Lösung. (Auch wenn es wieder mal die letzten für lange Zeit sein sollen, eine Behauptung, die schon seit Jahrzehnten bei jeder Neuausweisung zu hören ist.)

Und um seinen Finanzhaushalt in Ordnung zu halten, gibt es für Bietigheim-Bissingen auch andere Lösungen.

Die GAL-Fraktion setzt auf Innenentwicklung und nicht auf die scheibchenweise Ausdehnung der Ortsränder, um weitere Flächen für Gewerbegebiete und Wohnraum zu schaffen.

Albrecht Kurz