Grün geht weiter.
Gemeinderatswahl am 26. Mai 2019!

Unser Programm

Unser Programm

Bildung – die Investition in die Zukunft

Eine qualifizierte frühkindliche Bildung und Betreuung sowie genügend Plätze in den Kinderbetreuungseinrichtungen der Stadt und gut ausgestattete Schulen haben für uns Priorität.

Beste Voraussetzungen schaffen für die Kleinsten. Auf den Anfang kommt es an. Für die steigende Kinderzahl in den nächsten Jahren muss ein ausreichendes Platzangebot in den Kinderbetreuungseinrichtungen erreicht werden. Erweiterungen und Neubauten sind notwendig.

Schullandschaft und Schülerschaft haben sich in den letzten Jahren stark verändert. Wir wollen unsere Schullandschaft stärken und für beste Startbedingungen für alle sorgen. Unser Ziel sind Schulen, die in einem guten baulichen und energetischen Zustand sind, eine attraktive Umgebung für erfolgreiches Lernen und zeitgemäßen Unterricht bieten. Für die individuelle Förderung und neue Unterrichtsformen muss die entsprechende Ausstattung vorhanden sein. Zusätzliche Räume für den Ganztagesbetrieb und die Mittagsverköstigung sind notwendig.

Wir unterstützen die Schulen bei den Herausforderungen der Digitalisierung.

Wir stehen zur Gemeinschaftsschule und unterstützen das längere gemeinsame Lernen und den integrativen Ansatz.

Für uns ist es selbstverständlich, dass Kinderbetreuungseinrichtungen und Schulen inklusiv gestaltet sind.

Wir wollen den Eltern eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf ermöglichen.


Verkehr – neue Ideen und realistische Perspektiven

Mobilität gehört zu unserem Leben. Aber die automobilzentrierten Verkehrskonzepte der Vergangenheit führen zu Staus und zum Verkehrskollaps auf unseren Straßen. Der Autoverkehr ist in hohem Maß mitverantwortlich am CO 2 -Ausstoß. Feinstaub und Stickoxide belasten unsere Gesundheit. So kann es nicht weitergehen.

Umgehungsstraßen lösen die Probleme nicht. Der meiste Verkehr endet oder beginnt in der Stadt, nur ca. 18% fährt durch die Stadt – und dieser Durchgangsverkehr teilt sich auch noch auf in die Hauptrichtungen LB-Sachsenheim, -Löchgau und -Besigheim.

Wir lehnen deshalb teure und unnötige Straßenund Tunnellösungen ab. Diese führen nicht zu einer Verkehrsreduzierung, sondern ziehen noch mehr Verkehr an.

Nutzen wir das Geld lieber für Maßnahmen für eine umweltfreundliche Mobilität:

Ausbau des Busverkehrs

Taktverdichtungen, einfacheres Streckennetz und ein günstiges Ticket für den Stadtverkehr machen das Busfahren attraktiver und zu einer realistischen Alternative zum Auto. Der Bau von Busspuren verbessert die Pünktlichkeit.

Radverkehr stärken

In den vergangenen Jahren hat sich viel bewegt. Jedoch ist es noch ein weiter Weg zur „Fahrradstadt“. Aber für die innerstädtischen Wege unter 5 km kann das Fahrrad für viele eine schnelle und bequeme Alternative sein.

Dazu gehört ein weiterer Ausbau des Radnetzes, die Einrichtung von Fahrradstraßen bspw. als Umfahrung der Fußgängerzone und in der Holzgartenstraße, weitere überdachte Abstellanlagen und Ladeeinrichtungen für Pedelecs. Ein Radschnellweg über Ludwigsburg nach Stuttgart bringt Zeit- und Sicherheitsgewinn für Pendler.

Fußgänger nicht an den Rand drängen

Fußgängerinnen und Fußgänger wollen einen direkten Weg zu ihren Zielen. Bei Ampelschaltungen ziehen sie meist den Kürzeren zugunsten eines reibungslosen Autoverkehrs. Um das Zufußgehen attraktiver zu machen, müssen wir das ändern:

  • Geradlinige Führungen ohne umwegige Unter- und Überführungen
  • Fußgängerfreundliche Ampelschaltungen Weitestgehende Trennung von Fuß- und Radverkehr
  • Gute Beleuchtung, so dass keine Angsträume entstehen

Artenvielfalt – Lebensraum für Hase, Hummel und Rebhuhn erhalten

Das Artensterben, insbesondere bei den Insekten ist in vollem Gange, auch in unserer Stadt. Blütenreiche Wiesen, heimische Bäume und Sträucher sichern Lebensräume für bedrohte Insekten, Vögel und Kleintiere. Wir wollen, dass die Stadt zur pestizidfreien Kommune wird und der Einsatz von synthetischen Düngemitteln eingeschränkt wird. In noch größerem Umfang als bisher sollen Blühstreifen geschaffen werden, um Rückzugsräume für Insekten und Kleintiere zu schaffen. Unsere kommunalen Flächen, Wälder und Gewässer sollen nachhaltig bewirtschaftet werden.

Erreicht haben wir schon, dass in allen neuen Bebauungsplänen öde Steingärten ausdrücklich verboten sind.


Gewerbegebiete – nicht auf der grünen Wiese

Wir wollen die Landschaft und die Naherholungsbereiche erhalten und sind gegen eine weitere Bodenversiegelung und die Zersiedelung der Landschaft.

Die Süderweiterung im Zweckverband Eichwald und das gemeinsame Gewerbegebiet mit Ingersheim zwischen Bietigheim und Ingersheim haben wir abgelehnt.

Zum geplanten Gewerbegebiet zwischen Tamm und Bissingen sagen wir weiterhin Nein!

Wir sind damit einverstanden, dass innerstädtische Industriebrachen wiederbelebt und Gewerbeflächen entwickelt werden. Sie sind Standortpotenzial und sollen für innovative und nachhaltig wirtschaftende Gewerbebetriebe zur Verfügung stehen.


Sport – wir bewegen uns

Die Ergebnisse aus dem Sportentwicklungsplan sind diskutiert und ein Maßnahmenkatalog ist priorisiert. Der erste Schritt wird der Ersatzbau des in die Jahre gekommenen Hallenbads Bissingen sein, daran schließen sich die städtische Beteiligung am Bau einer Ballsporthalle und der vernünftige Ausbau des Ellental-Stadions an.

Die entwickelten Lösungsvorschläge sind nicht übertrieben und im finanziellen Rahmen dessen, was wir uns als Stadt auch in Anbetracht der Folgekosten leisten können.


Wohnungsbau – bezahlbar und ökologisch

Die Versorgung mit gutem und bezahlbarem Wohnraum gehört mit zur Daseinsvorsorge einer Kommune. Die Stadt hat, finanziert über die Bürgerstiftung, schon mehrere Wohngebäude mit bezahlbaren Wohnungen erstellt und wird dies auch in den kommenden Jahren intensiv fortsetzen. Die Bauträger haben wir verpflichtet, 20% der Wohnfläche des Bauvorhabens für bezahlbaren Wohnraum bereitzustellen. Dies befürworten wir.

Der steigende Wohnraumbedarf steht im Konflikt mit dem Flächenverbrauch. Für uns gilt der Grundsatz: Innenverdichtung vor Außenentwicklung. Entwicklungspotenzial gibt es genügend in der Stadt.


Bogenviertel – der Wettbewerb ums Wohnen

Die Neubebauung des ehemaligen DLW-Geländes im Bahnbogen, nun als Bogenviertel bezeichnet, ist für die Stadt die bedeutendste städtebauliche Entwicklungsmöglichkeit für die nächsten 10 bis 15 Jahre.

Wir wollen, dass sich die Stadt mit dem Bogenviertel für die IBA`27 bewirbt, der Internationalen Bauausstellung Stuttgart mit dem Präsentationsjahr 2027. Es werden für die IBA 5 - 7 Quartiere gesucht, die den Anspruch haben, das urbane Zusammenleben in der zweiten Hälfte des 21. Jahrhunderts zu prägen. Das ist im Bogenviertel realisierbar. Eine Teilnahme am Wettbewerb würde Bietigheim-Bissingen gut tun, und wir könnten nur davon profitieren.


Was wir sonst noch wollen:

  • Barrierefreiheit bei Straßenüberwegen, Bushaltebuchten, Treppen und Ampeln
  • Umladestationen vom Transporter auf Lastenfahrräder, um Lieferverkehr aus Altstadt und Wohngebieten heraus zu halten
  • Förderung von Lastenfahrrädern für Familien
  • Renaturierung des Mettertals als fußläufig erreichbares Naherholungsgebiet
  • Defibrillatorennetz in der Stadt ausbauen
  • Auf Plastik- und Einwegverpackungen verzichten
  • Menschen für ehrenamtliches Engagement begeistern und ihren Einsatz unterstützen
  • Einen Jugendgemeinderat initiieren
  • Ausbau von Ladestationen zur Erhöhung des Anteils der E-Mobilität
  • Integration fördern
  • Kunst und Kultur als Bestandteil einer lebendigen Stadt
  • Vereinshaus im Bogenviertel
  • Freiräumen der Fußgängerzone von Kundenstoppern (Werbeschildern)
  • Wasserspender aufstellen
  • Sicherung öffentlicher Plätze vor Vandalismus
  • Digitalisierung sozial und ökologisch gestalten